generationKUNST, Modellprogramm zum Empowerment, 2017-2018

Von der kulturellen Teilhabe zu gesellschaftlichem Empowerment

Sieben (fünf im Jahre 2019) Kunstschulen in Niedersachsen, Sabine Fett, die Vertreterin des Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen e.V. , die Künstlerin und Kunstforschende Susanne Bosch sowie die Filmemacherin Eva-Luise Volkmann als Begleitung, unternahmen zusammen eine Forschungsreise anhand des Modellprojekts generationKUNST.

Kunst im Alltag erfahrbar machen war ein Ziel des Förderprogramms generationKUNST – von der kulturellen Teilhabe zu gesellschaftlichem Empowerment.

Bei dem insgesamt drei-jährigen Förderprogramm handelte es sich um ein Programm mit modellhaftem Charakter: Kunstschulen wurden durch eine Ausschreibung seitens des Landesverbandes eingeladen, experimentelle Projekte durchzuführen, in denen sie mit Kunst in den Alltag hineinwirkten. In ihren Prozessen von der Konzeption über die Erfahrung und deren Dokumentation bis hin zur Auswertung und Übertragung wurden sie durch Susanne Bosch begleitet.

In dem Modellprogramm wird Kunst als eine soziale und ästhetische Praxis verstanden, in der es auf einen subjektiven Ausdruck in Form einer Handlung und eines Kommunikationsprozesses ankommt. Mit diesem Verständnis integrieren sich Kunstschulen in die Gesellschaft und nicht umgekehrt, indem Kunstschulen bestimmte Zielgruppen in ihre Einrichtungen integrieren. Dieser Ansatz erfordert Mut und Offenheit, in dem Sinne, dass Kunstschulen an der ästhetischen Praxis der Teilhabenden ansetzen und sie in einem Aushandlungsprozess mit künstlerischen Mitteln darin begleiten, zu erfahren, was Haltung bedeutet, wie Haltung entsteht und sich verändert.

2017-2018: Gerahmt wurde das Programm durch eine Auftaktveranstaltung am 2. Juni 2017 in der Kunstschule KunstWerk e.V. in Hannover, die interessierte Kunstschulen im Vorfeld einer Antragstellung in das Thema und das Programm einführte.
Am 8. und 9. November 2018 gab es eine Abschlusstagung  in der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Im September 2017, Februar, April und Juni  sowie September 2018 fanden jeweils an einem anderen Ort sogenannte Round Tables statt, wo sich die beteiligten Projekte/Kunstschulen intern trafen, um gemeinsam den Prozess zu reflektieren und sich mit- und untereinander fortzubilden.  Mit dem Förderprogramm generationKUNST legte der Landesverband einen Rahmen fest, den die Kunstschulen mit individuellen Projektideen füllen konnten.
2019:
  Seit April bis Dezember 2019 arbeiten fünf niedersächsische Kunstschulen unter dem Thema Kunstschulen* gestalten** das WIR***!

* Freiraum
** denken, forschen, handeln
*** für-/mit-einander

Auf dem Blog erfährt man mehr über die einzelnen Projekte: https://www.generationkunst.de

 

Forschungsbegleitung durch Susanne Bosch

Die Projekte der Kunstschulen werden begleitet von der Künstlerin und Kunstforschende Susanne Bosch. Die Begleitung des Kunstschul-Modellprogramms generationKUNST umfasst im Zeitraum vom Frühjahr 2017 bis Ende 2019 in enger Absprache mit dem Landesverband folgendes: Susanne Bosch steht mit allen Projekten im engen Kontakt und wird sowohl online als auch vor Ort begleitend aktiv sein;  ferner berät sie die Kunstschulen, ihre projektspezifischen Dokumentationsformaten zu entwickeln, mit denen die Projektentwicklungen prozessbegleitend und vielstimmig auf diesem Blog kommuniziert werden können: Sie moderiert im Rahmen der vier Round-Tables während des Projektverlaufs den Austausch, regt eine gemeinsame Form von Auswertung an und sorgt somit für eine Reflexion über den Transfer unter den beteiligten Kunstschulen. Der Begleitprozess arbeitet mit dem Ansatz der Aktionsforschung, in dem die Kunstschul-Akteur_innen und -Akteure selbst zu Forschenden zu werden und der dadurch eine intensive und nachhaltige Erfahrungs- und Wissensproduktion bewirkt. In einem Logbuch schreibt sie über die Prozesse und dokumentiert auch ihre Kunst-Forschungsreise und Rolle in Text, Bild, Audio und anderen Medien. Mehr zu dem Projekt unter www.generationkunst.de

Category
Research