Der vorliegende Beitrag ist ein Dialog zwischen Kristina Reispich (Kunstpädagogin und Studentin der Freien Kunst) und Dr. Susanne Bosch (Bildende Künstlerin und Gesamtprojektkoordination des Forschungsprojekts „Kunst in Gesellschaft: Transfer als Praxis- und Wissensform”), beide Kommissionsmitglieder der Klimaschutzkommission der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Mit diesem autoethnografischen Ansatz beschäftigen sich die Autorinnen mit dem Prozess und den Ergebnissen ihrer Untersuchung „Klima.Kunst.Lehre.HBK Braunschweig“. Auf Basis von zehn Konstrukt-Interviews haben Kristina Reispich und Susanne Bosch ein Concept-Mapping erstellt. In den Interviews gehen sie der Frage nach, welche Rolle Klimawandel und Klimaschutz in der Lehre und Forschung an der Kunsthochschule spielen. Mit dem Concept-Mapping liegt eine erste Visualisierung des befragten Feldes vor. Anhand dieser Darstellung nehmen die Autorinnen eine Übersetzung und erste Auswertung der Daten vor. Dabei werden folgende Themenschwerpunkte verhandelt: Das Klimaschutzmaßnahmen-Papier, der Kontext Kunsthochschule und die Frage, was
Kunst bei der Umsetzung sozial-ökologischer Transformationsprozesse beitragen kann. Wie gestaltet sich die Lehre zum Thema Klimawandel und Klimaschutz in den Instituten: Freie Kunst, Design, Visuelle Kommunikation, Performative Praxis, Kunst und Bildung, Medienwissenschaften und Kunstwissenschaft? Wie ist die Thematik in der Struktur der Hochschule, unabhängig von der Klimaschutzkommission, verankert? Ausgehend von den Interviews und dem Mapping werden Kriterien und Anforderungen für eine effektive Umsetzung von Klimawandel- und Klimaschutzthemen in der Lehre und Forschung, aber auch in der gesamten Hochschule vorgestellt und diskutiert. Die Spanne reicht dabei vom Whole-Institution-Approach und der Studierendenbeteiligung im Transformationsprozess über die Einbettung von Weiterbildungen für das gesamte Personal der Hochschule bis zu dem Austausch mit anderen Hochschulen.



